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Revisionismus

Der Revisionismus stellt ein verbindendes Ideologieelement zahlreicher rechtsextremistischer Strömungen dar. Da keine einheitlichen revisionistischen Organisationen existieren, wird der Revisionismus vor allem durch Aktivitäten von Einzelpersonen und Publikationen ausgestaltet.

Ziel des Revisionismus ist es, die Geschichtsschreibung über die Zeit des Nationalsozialismus zu widerlegen und dadurch die nationalsozialistische Ideologie zu rehabilitieren. Viele Rechtsextremisten sehen in der Auseinandersetzung um die geschichtliche Wahrheit den entscheidenden Ansatz für ihren Kampf gegen den demokratischen Verfassungsstaat. Im Gegensatz zu eigenen Angaben wird dazu jedoch nur ein wissenschaftliches Vorgehen imitiert. Den Großteil revisionistischer Agitation bilden leugnende, relativierende oder verharmlosende Darstellungen in einem pseudowissenschaftlichen Gewand.

Als Medium revisionistischer Propaganda hat das Internet eine herausragende Stellung.

 

 

Der Revisionismus hat verschiedene Erscheinungsformen. Besondere Bedeutung haben:

Die "Holocaust-Leugnung"

Hiermit bezeichnet man den Versuch, den Völkermord im Dritten Reich zu leugnen bzw. zu relativieren. Hierbei dominiert eine eindeutig antisemitische Ausrichtung. Erörterungsschwerpunkt bildet das Lager Auschwitz ("Auschwitz-Lüge"). Die Leugnung des Holocaust ist das Kernstück revisionistischer Agitation. Man stützt sich hierbei vor allem auf so genannte Gutachten (zum Beispiel den "Leuchter-Report" oder das "Rudolf-Gutachten"), die belegen sollen, dass die Vernichtung der Juden, zumindest in diesem Ausmaß, gar nicht stattgefunden haben kann.

Die Kriegsschuldfrage

Hierunter fasst man Versuche, die Schuld Deutschlands am Ausbruch des zweiten Weltkriegs zu leugnen. Oftmals wird die Kriegsschuld sogar voll und ganz den Alliierten zugeschrieben. Gleichzeitig werden häufig die von der Wehrmacht begangenen Kriegsverbrechen geleugnet bzw. verharmlost.

Der Gebietsrevisionismus oder geographische Revisionismus

In der revisionistischen Agitation besteht das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 fort. Wichtigster Aspekt des Gebietsrevisionismus ist die Infragestellung der deutschen Ostgrenze (Oder-Neiße-Linie) bzw. die Forderung auf Herausgabe der Ostgebiete. Es existieren jedoch auch weiterreichende Vorstellungen, zum Beispiel ein Deutsches Reich in den Grenzen von 1914 – zum Teil unter Einschluss Österreichs, Südtirols, des Sudetenlandes usw. – herzustellen.

 

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