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Antisemitismus

Die meisten Islamisten sind der Meinung, dass die Welt von mächtigen jüdischen (auch zionistisch genannten) Interessen regiert werde. Die USA und Israel sind nach deren Anschauung zwei Seiten derselben Medaille. Der "große Satan" (USA) und der "kleine Satan" (Israel) unterdrücken angeblich gemeinsam die Menschheit – vor allem die Muslime –, beuten sie aus und verhindern so die Errichtung einer "gerechten", einer "islamischen" Weltordnung.

Juden bzw. Zionisten seien dabei die treibende und steuernde Kraft hinter den Kulissen. Diese Verschwörungsgedanken werden gespeist durch antisemitische – also judenfeindliche – Theorien und Vorurteile, die ursprünglich aus Europa stammen. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Zionismus und Israel zunächst von arabischen Nationalisten aufgegriffen und verbreitet, werden antisemitische Vorurteile heute unter anderem von Islamisten verwendet. So ein Vorurteil ist zum Beispiel, Juden kontrollierten – sei es mittels Finanz- oder Medienmacht, sei es über verdeckten politischen Einfluss – das Weltgeschehen zum Nachteil aller Menschen.

Auf dieser Grundlage machen Islamisten den Antisemitismus mit der islamischen Kultur kompatibel und erklären die Muslime zu den Hauptopfern der "jüdischen Verschwörung". Die Zerstörung des Staates Israel wird von verschiedenen islamistischen Gruppierungen offen gefordert.

Illustration Antisemitismus

 

 

 

 
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