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Von einigen islamistischen Gruppierungen gehen keine terroristischen Aktivitäten aus, obwohl sie Gewalt und Terror nicht ablehnen, sondern – zumindest in bestimmten Fällen – befürworten. Zu diesen Gruppierungen gehört z.B. die in Deutschland seit Januar 2003 verbotene, transnational organisierte 'Hizb ut-Tahrir'. Ihr Ziel ist die Errichtung eines Kalifats, eines Staates, an dessen Spitze ein Kalif steht und in dem islamisches Recht herrscht. Dieses Ziel wird zunächst nicht mit Gewalt verfolgt. Man versucht vielmehr, die zukünftigen Eliten der Gesellschaft, des Militärs, der Polizei, der Geheimdienste und der Verwaltung für sich zu gewinnen. Diese sollen dann durch eine Revolution "von oben" zu gegebener Zeit die jetzigen Regime in den islamischen Ländern durch ein Kalifat ersetzen. In ihrer anti-westlichen Haltung befürwortet die 'Hizb ut-Tahrir' aber zumindest auch den gewaltsamen Kampf, so dass es nicht wundert, wenn immer wieder Attentäter oder mutmaßliche Attentäter enge Beziehungen zu dieser Organisation hatten und in ihren Gesprächskreisen radikalisiert wurden. Eine andere Gewalt befürwortende islamistische Organisation war der sogenannte 'Kalifatsstaat', der im Dezember 2001 in Deutschland verboten wurde. In seinen Publikationen verherrlichte er den bewaffneten Kampf für die Wiedererrichtung eines Kalifats in der Türkei. Seine Anhänger besaßen aber offensichtlich nicht die Fähigkeiten, um Anschläge erfolgreich zu planen und durchzuführen. Es ist aber auch hier nicht auszuschließen, dass einzelne Anhänger, nachdem sie dort radikalisiert wurden, sich anderen, terroristischen Gruppierungen anschließen. |
Terrorismus – weltweit oder regional Der islamistisch motivierte Terrorismus wurde nach und durch den Aufruf Usama bin Ladins zur "Internationalen islamischen Front für den Jihad gegen Juden und Kreuzfahrer" 1998 ein weltweites Phänomen. Nach den Video- und Audiobotschaften von bin Ladin und Ayman al-Zawahiri, dem Anführer und dem Chefideologen von 'al-Qaida', zu urteilen, verfolgt das Terrornetzwerk mit seinen Anschlägen ein Ziel, nämlich: Abzug aller westlichen Staaten aus den Ländern der islamischen Welt. Dieser Abzug betrifft alle militärischen wie auch wirtschaftlichen Einflussnahmen. Dies scheint bin Ladin und al-Zawahiri die Voraussetzung dafür zu sein, dass danach die Regime in den islamischen Ländern durch eine islamistische Revolution gestürzt werden können. Direkt zum globalen Netzwerkes von 'al-Qaida' sind auch regionale Teilorganisationen zu zählen, wie z.B. der 'Islamische Staat im Irak' oder die 'al-Qaida im Islamischen Maghreb', die wiederum aus schon vorher aktiven regionalen Organisationen oder Gruppen wie beispielsweise der algerischen 'Groupe Salafist pour la Prédication et le Combat' hervorgegangen sind. Auch die sogenannten Taliban in Afghanistan arbeiten eng mit 'al-Qaida' zusammen, stellen aber eine eigenständige regionale Gruppierung dar. Wie bei diesen, so gibt es bei zahlreichen regionalen islamistischen Terrorgruppen von Nord-Afrika über den Kaukasus und Kaschmir bis nach Süd-Ost-Asien Hinweise auf Verbindungen zu 'al-Qaida'. Die größte Gefahr in Deutschland und anderen europäischen Staaten geht von radikalisierten Islamisten aus, die sich in kleinen Zirkeln zusammenfinden, um im Sinne von 'al-Qaida' mit oder ohne Kontakte zu diesem Terrornetzwerk Anschläge hierzulande zu begehen. |
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