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Die ‘Muslimbruderschaft' (MB) ist die älteste und ideologisch einflussreichste Bewegung des politischen Islam. Gegründet wurde die MB 1928 in Ägypten von dem Volksschullehrer Hassan al-Banna. Die MB fordert, das "wahre Wesen" des Islam wieder zum Leben zu erwecken. Damit verbunden war zunächst eine Rückbesinnung auf die islamische Frühzeit und eine Orientierung an der ersten islamischen Gemeinde zu Lebzeiten des Propheten Mohammed. Der Niedergang und die Spaltung, die die islamische Gemeinschaft seither erlebt habe, sei nur durch eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und Glaubensfundamente zu überwinden.
Nach Auffassung der MB ist der Islam eine untrennbare Einheit von Politik und Religion. Der Islam repräsentiere ein umfassendes System, das sich auf sämtliche Lebensbereiche beziehe und Lösungswege für alle politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme anbiete. Kurz gefasst beschreibt es der Slogan der MB so: "Der Islam ist die Lösung!"
Die wichtigsten Ideologen, deren Gedanken von der MB übernommen wurden, sind der pakistanische Gelehrte und Politiker Abul Ala al-Maududi (1903-1979) und der ägyptische Intellektuelle Sayyid Qutb (1906-1966).
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Bereits in den späten 1930er Jahren entstanden Ableger der MB in der arabischen Welt, organisiert nach dem zentralistischen Prinzip der Mutterorganisation. Heute gibt es Zweigstellen innerhalb und außerhalb der islamischen Welt. Diese regionalen Zweige sind zwar ideologisch mit der Organisation in Kairo verbunden, handeln jedoch in weiten Teilen eigenständig.
Zur MB werden sowohl Gewalt orientierte als auch legale politische Gruppierungen gezählt.
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