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Als umma wird die Gemeinschaft der Muslime in aller Welt bezeichnet. In dieser Bedeutung kommt das Wort auch im Koran (Vers 3: Sure 110) vor. Es kann aber auch auf andere, insbesondere moderne nationale oder staatliche Gemeinschaften bezogen werden. In der Gemeindeordnung von Medina, die der Prophet Mohammed der Überlieferung nach im Jahre 622 mit den führenden Klans von Yathrib/Medina aushandelte, werden auch die jüdischen und heidnischen Einwohner der Stadt als Teil der "umma" erwähnt. Im Zusammenhang mit dem Islamismus steht umma für die "islamische Nation", deren Mitglieder durch ihren gemeinsamen Glauben stärker miteinander verbunden seien, als durch die gemeinsame Abstammung mit Angehörigen ihres Volkes. In diesem Zusammenhang wird "umma" zu einem Ideal und einem Bezugspunkt für gesellschaftliche Ordnung und Herrschaft, der in einem Gegensatz zum nationalstaatlichen Gefüge gesehen wird.
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